da ich sehr gerne ab und an mal eine Geschichte schreibe, möchte ich hier mal eine einstellen, die ich dan zu gegebener Zeit weiter schreiben werde.
Zwei Mädchen
Ein 15 jähriges Mädchen, das in geordneten Familienverhältnissen lebte, zog mit seinen Eltern von einer Großstadt auf ein kleines Dorf, weil die dort lebenden Großeltern nicht mehr alleine leben wollten und die Großmutter auch schon Hilfe brauchte.
Für das Mädchen bedeutete dies, dass sie aus ihrem Umfeld herausgerissen wurde und all ihre Freundinnen zurücklassen musste, was sie sehr traurig machte und sich zu einem verbitterten Verhalten entwickelte.
Sie ging jeden Tag ins Nachbardorf zur Schule und fand durch ihr herablassendes Verhalten keine Nähe zu den anderen Schulbesuchern, die sie teilweise für überheblich hielten.
Nur ein Mädchen, dass ihr irgendwie seltsam vorkam, beobachtete sie ständig. Diese war, wie sie erfuhr, auch vor einem Jahr aus einer Stadt in das Dort gekommen und hatte es auch sehr schwer, hier Anklang und Bekanntschaften zu schließen. Sie, die beiden Außenseiter hatten zwar das gleiche Schicksal, aber sonst waren sie sich scheinbar gar nicht ähnlich. Keine der beiden traute sich die Andere anzusprechen, weil sie dadurch ihre Außenseitenrolle in der Schule nicht verstärken wollten und suchten den Kontakt zu den anderen Jungen und Mädchen, die ihnen aber immer abweisend gegenüber traten.
Im Rahmen einer thematischen Unterrichtsstunde, wo es um die frühe Kindheit der Schüler ging, sollten sie alle der Reihe nach erzählen, wo sie herkamen, was ihre Eltern machten und wie sie aufgewachsen sind.
Für das neue Mädchen im Dorf war das sehr unerfreulich, weil dadurch ihre Nichtzugehörigkeit umso mehr unterstrichen wurde. Deshalb meldete sie sich nicht, als nach den ersten Freiwilligen gefragt wurde. Auch die schon etwas länger hier wohnende, aber ebendso fremde Schülerin machte nicht auf sich aufmerksam. Da sich die anderen Lebensgeschichte alle irgendwie glichen, weil sie alle in diesem Dorf oder Nachbardorf aufgewachsen sind, wurde sie direkt angesprochen und stand nun eine Bankreihe vor ihr.
Als sie zu erzählen begann, hörte das junge Mädchen nur unaufmerksam zu. Sie nahm Worte, wie Kinderheim und Pflegeeltern auf. Als sie dann den Namen der Stadt hörte, aus der sie auch kam, wurde sie doch aufmerksamer und hörte genau zu, was die Andere erzählte, weil sie dadurch wieder an ihr altes Leben erinnert wurde.
Das andere Mädchen wurde wohl als sehr junges Kind von ihrer Mutter in ein Kinderheim gegeben, weil sie sich überfordert fühlte. Später wuchs sie dann bei Pflegeeltern auf, die ihr ein schönes Zuhause gaben. Diese erzählen ihr auch von den Gründen, die ihre leibliche Mutter veranlasst hatte, sie selbst nicht bei sich behalten zu können.
Als das Mädchen dann einen Namen nannte, den sie schon sehr oft gehört hatte, schaute sie die Andere genau an. Diese erzählte aber einfach weiter und als sie dann den Grund nannte, warum sie nun hier in dieses Dorf kam, wurde dem jungen Mädchen schwarz vor Augen und sie kippte nach hinten von ihrem Stuhl.
Mal schauen, wie es weiter geht?![]()

